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die Mensch-Hund-Beziehung

der Beagle

Der Hund braucht das Gefühl, beim Menschen Schutz zu finden, wenn er ihn als Leitfigur anerkennen und sich im Miteinander nach ihm ausrichten soll.
Dieses Gefühl wird ihm der Mensch auf Dauer nur geben können, wenn es ihm gelingt, eine echte Bindung zu seinem Hund herzustellen.
Es liegt allein am Menschen, eine solche Beziehung zum Tier aufzubauen und ein "Hundeleben" lang zu erhalten.

Die häufigsten Fehler, die gemacht werden:
* Der Mensch führt den Hund nicht richtig. Der Hund meint dann, er müsse die Führung übernehmen und will seinen Menschen fortan pflichtbewußt beschützen. Daraus ergibt sich oft eine Verkettung von Missverständnissen zwischen Mensch und Tier, die bis hin zu Beißvorfällen- harmlosen wie sehr gefährlichen- führen kann.
* Der Mensch reagiert viel zu langsam, so dass zwangsläufig der Hund entscheidt.
*Den Menschen fehlen oft jegliche Sach-und Fachkenntnisse, die überhaupt erst in die Lage versetzen würden, verantwortungsbewusst mit ihren Hunden umzugehen.
* Der Mensch projiziert seine eigenen Gefühle, Vorstellungen, Gedanken und Reaktionsweisen auf den Hund und "vermenschlicht" ihn damit auf unzulässige Weise.

Es ist faszinierend zu beobachten, wie sehr sich ein Hund auf den Menschen einstellen und sich ihm anpassen kann und umgekehrt.
Aus diesem Grund ist es absurd und wahrhaft ein Armutzeugnis für den Menschen, wenn er eine Zwangsbeziehung zum Tier herstellt, indem er es mit Gewalt unterwirft oder seinem Willen bricht.
Aber auch eine sogenannte "freie" Beziehung, in der das Zusammenleben von Orientierungslosigkeit und Unsicherheit geprägt ist, kann nicht zu einer echten Verbindung und Freundschaft mit dem Tier führen.
Soll es zu einer von wirklichem gegeseitigem Verstehen getragene Beziehung kommen, ist es unabdingbar, dass der Mensch dafür eine Basis schafft. Diese Basis besteht aus Vertrauen, Orientierung, Sicherheit und der Achtung der individuellen Stärken und Schwächen des Tieres.
Die Verständigung zwischen Mensch und Tier vollzieht sich über kleinste optische, akustische und taktile Signale und Bewegungen, auf die der Hund ganz unwillkürlich achtet und reagiert, weil, es ihm angeboren ist.
Weil aber die Aufmerksamkeit des heutigen Menschen vor allem auf den verbalen Ausdruck ( Stimme, Worte) fixiert ist, hat er zumeist verlernt, auf seine eigne Körpersprache und die der anderen Lebenwesen zu achten.
Unsere Körpersprache ist wesentlich vielseitiger und vielschichtiger, als uns bewusst ist.
Deshalb sind auch der Vielfalt an Missverständnissen, die sich für den Hund aus der Uneinheitlichkeit zwischen unserem verbalen und unserem körpersprachlichen Ausdruck ergeben, keine Grenzen gesetzt. Und, weil er anders reagiert, als wir es erwartet haben und wir zudem seine Art, sich auszudrücken, nicht erfassen, deuten wir die Reaktion des Hundes falsch und missverstehen ihn - so entsteht ein Teufelskreis. Aus einem ursprünglich kleinen Irrtum entstehen im Lauf der Zeit gravierende "Fehlschaltungen", was die gegenseitige Verständigung betrifft, und die Mensch-Hund-Beziehung entgleist und wird für beide Seiten zu einer Belastung.
Eine Beziehung kann niemals als vertrauensvoll und harmonisch bezeichnet werden, wenn der Mensch den Hund wie ein Gebrauchsgegegstand behandelt und für seine Führung Hilfsmittel einsetzt, als ob er eine Maschine vor sich hätte, die man mit Knopfdruck ein-und ausschalten kann.
Hunde, denen ständig psychisch oder physisch Schmerzen zugefügt werden, leben ununterbrochen in Angst- und Stresszuständen, ohne Vertrauen und Sicherheit. Ihr Ausgeliefertsein, ihre große Hilflosigkeit und andauernde Frustration führen zwangsläufig zu Fehlentwicklungen im Verhalten.
Zu einer ähnlichen Desorientierung des Hundes kann es aber auch durch "antiautoritäre" Erziehung
oder dann kommen, wenn der Mensch seine eigenen Vorstellungen auf den Hund projiziert ( wie etwa: Mein Hund hat ein schlechtes Gewissen; er weiss genau was er falsch gemacht hat). Dem Hund ist es nicht möglich, seine Grenzen von sich aus zu erkennen oder das Handeln des Meschen zu verstehen und sich entsprechend verhalten. Aber gerade diese Art der "Vermenschlichung" ist eine weit verbereitete Tatsache, und in der Regel reagiert der Halter entäuscht und frustriert, wenn sein Hund in bestimmten Situationen ganz und gar nicht so reagiert, wie er es von ihm erwatet.
Härte einerseits und allzu große Nachsicht anderseits sind extreme Umgangsformen, die meist die gleichen Fehlentwicklungen einer Mensch-Hund-Beziehung nach sich ziehen.
Nicht der willenlose Gehorsam des Hundes darf im Zentrum der Mensch-Hund-Beziehung stehen, sondern die Förderung und Pflege einer Freundschaft, ein harmonisches, angstfreies und gefahrloses Zusammenleben mit anderen Menschen und Tieren, ein Zusammenleben in der sich der Mensch seiner Verantwortung bewusst ist. Nur auf einer solchen Basis kann eine weitere Ausbildung, welcher Art auch immer, aufbauen.
Ein Hund, der in der ständigen Angst lebt zu versagen, wird beim kleinsten Fehler in Panik geraten und den Mensch dann zwangsläufig enttäuschen.
Alle problematischen Verhaltensweisen beim Hund sind fast ausschließlich auf Beziehungsprobleme
zurückzuführen, deren Lösung sich im Grunde auf wenige Aussagen reduzieren lässt.
Betrachtet man sie, kommt eine gefestigte, gute Beziehung zu stande.
Der Mensch sollte:
*sich stets seiner Führungsrolle bewusst sein,
* seine Führungsaufgabe mit Feingefühl, Konsequenz und Selbstdiziplin erfüllen,
* sich selbst gut und kritisch beobachten,
* seinen Hund beobachten, ihn verstehen lernen und seine Stärken und Schwächen entdecken,
* dafür sorgen, dass der Hund körperlich und geistig ausgelastet ist und einen Sinn im Leben findet,
* immer das Alter und das Leistungsvermögen des Hundes beachten; er darf nicht überfodert werden,
* rassespezifische Besonderheiten respektieren,
* darauf achten, dass der Hund in einem intakten sozialen Umfeld eingebettet ist: der Hund darf nicht isoliert und einsam aufwachsen oder leben,
* den Hund motivieren, in dem er gutes Benehmen belohnt und ihm das Gefühl gibt, gebraucht zu werden.
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